Vor nicht all zu langer Zeit begann eine kleine Elfe, in meinem Kopf lebendig zu werden.
Ihr Name ist Aurora. ✨
Sie ist die Hauptfigur meines Kinderbuches und begleitet Kinder dabei, ihre Gefühle kennenzulernen. Nicht nur Freude, sondern all die kleinen und großen Emotionen, die manchmal so schwer zu verstehen sind.
Gefühle erkennen. Gefühle benennen. Gefühle annehmen. 💛
Als ich begann, ihre Geschichte zu zeichnen, war ich vollkommen im Flow.
Eine Seite nach der andren. Aus einer Idee entstanden Bilder, aus Bildern wurden Worte. Innerhalb weniger Tage waren sieben Seiten fertig, und ich hatte den Gedanken...
"Ja!! Easy...mein Buch ist bald fertig!"
Und dann...
...wurde es still.
Aurora schlief ein. 🌙
Nicht, weil ich sie vergessen hatte.
Nicht, weil ich die Freude daran verloren hatte.
Sondern weil es in diesem Moment einfach nicht mehr dran war.
Doch genau das fiel mir schwer zu akzeptieren.
Immer wieder schlich sich dieser Gedanke ein:
"Vielleicht bin ich einfach nicht diszipliniert genug."
Vielleicht müsste ich mich einfach mehr zusammenreißen. Vielleicht machen andere das besser. Vielleicht müsste ich jeden Tag weitermachen egal, ob ich gerade danach fühle oder nicht.
Bis mir irgendwann etwas bewusst wurde.
Ausgerechnet durch die Geschichte, die ich selbst gerade erschaffe.
Ich male ein Buch darüber, Gefühle wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben.
Warum fiel es mir dann so schwer, genau das auch bei mir selbst zu tun? 🤍
Ich bin eine Frau.
Mein Körper lebt nicht in einer geraden Linie.
Er lebt in Rhythmen.
In Wellen.
In Jahreszeiten. 🌿🌙
Es gibt Phasen, in denen ich voller Energie bin, neue Ideen kaum erwarten kann und am liebsten alles gleichzeitig erschaffen möchte.
Und dann gibt es Zeiten, in denen mein Körper leiser wird.
Zeiten, in denen er nicht nach Leistung ruft, sondern nach Ruhe.
Ich habe gegen diese Phasen angekämpft. Gegen meine Gefühle.
Jetzt versuche ich, mit ihnen zu leben.
Ich höre bewusster auf meinen Zyklus.
Ich achte darauf, was mein Körper gerade braucht, anstatt ihn ständig dazu bringen zu wollen, etwas zu leisten.
Und je mehr ich ihm vertraue, desto mehr vertraue ich auch mir und meiner Kreativität.
Denn sie ist nicht verschwunden.
Sie macht nur manchmal eine Pause.
So wie Aurora.
Sie musste nicht fertig werden.
Sie durfte schlafen.
Und jetzt.... jetzt ist sie jetzt wieder wach. ✨
Mit neuer Freude.
Mit neuen Ideen.
Vielleicht ist das die schönste Erkenntnis, die mir Aurora bisher geschenkt hat Gefühle wollen nicht weggeschoben werden.
Sie wollen gesehen werden.
Bei Kindern.
Und genauso bei uns Erwachsenen.
Vielleicht beginnt genau dort die größte Form von Selbstfürsorge.
Nicht indem wir immer mehr leisten.
Sondern indem wir lernen, liebevoll mit den Jahreszeiten in uns zu leben. 🌸
Ich freue mich sehr darauf, Aurora wieder auf ihrer Reise zu begleiten und euch nach und nach mit in ihre Welt zu nehmen. 💛
Bis bald,
Anima.Artis ✨ Laura 🌿
